Ende November wurde die jährliche Ehrung langjähriger Mitglieder der Baugenossenschaft Speyer eG (GBS) wurde gefeiert. Zu diesem Anlass begrüßte der Vorstand Bernd Reif die geladenen Gäste herzlich. "Sie sehen alle so jung und fit aus – ich kann kaum glauben, dass Sie schon so lange Mitglied der GBS sind! Anscheinend hält das Wohnen bei uns jung.
Ebenso möchte ich den Vorsitzenden des GBS-Aufsichtsrats, Walter Feiniler, herzlich willkommen heißen. Wir haben uns entschieden, dieses Mal in unseren Räumlichkeiten zu feiern. Das ist persönlicher, und außerdem können Sie so die Bilder der aktuellen Popart-Ausstellung von Peter Wilking und seinem Team von ART2 Kunstraum bewundern."
Vorstand Oliver Pastor erläuterte, dass etwa die Hälfte der zu Ehrenden für 50 Jahre, die anderen sogar für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Er hatte eine Chronik des Jahres 1974 dabei und präsentierte daraus prägende Ereignisse: Deutschland wurde Fußballweltmeister, Willy Brandt trat wegen der Guillaume-Affäre zurück, Helmut Schmidt wurde Bundeskanzler, und es herrschte große Sorge um Arbeitsplätze – mit einer Million Arbeitslosen. Auch in den USA gab es Turbulenzen: Richard Nixon trat wegen des Watergate-Skandals zurück. Während ein Ende des Wettrüstens in Sicht war, seien viele Themen heute wieder brandaktuell.
"Die GBS war und ist ein verlässlicher Partner an der Seite ihrer Mieterinnen und Mieter", betonte Pastor stolz. Er zeigte den Geschäftsbericht von 1974, aus dem hervorging, dass damals die Häuser in der Karlsbader und der Danziger Straße erstmals bezogen wurden – Block 49 und 50 boten jeweils 32 neue Wohnungen. In der Eugen-Jäger-Straße entstanden die ersten Eigentumswohnungen. Außerdem wurden die Gebäude in der Christoph-Lehmann-Straße nach rund 50 Jahren umfassend saniert. Was das damals kostete? 875.000 DM für die gesamte Instandhaltung und Sanierung des Bestands – heute kaum vorstellbar, wie der kaufmännische Vorstand anmerkte.
Der Wohnungsbestand der GBS betrug Ende 1974 insgesamt 1.305 Wohnungen; heute sind es 1.643. Eine beeindruckende Entwicklung, die umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass bereits damals der Fokus auf die Sanierung des inzwischen in die Jahre gekommenen Bestands gelegt wurde – schließlich besteht die GBS mittlerweile seit 105 Jahren.
Ein Highlight des Nachmittags war für viele sicherlich die Übergabe der Urkunden und Weinpräsente. In diesem Jahr freuten sich darüber:
Gabriele Glaser, 60 Jahre
Heinz Himmel, 60 Jahre
Adolf Hopp, 60 Jahre
Gisela Herrle, 60 Jahre
Karl Huber, 60 Jahre
Wolfgang König, 60 Jahre
Sylvia Lösch, 60 Jahre
Herbert Rapek, 60 Jahre
Manfred Rausch, 60 Jahre
Ruth Voltz, 60 Jahre
Peter Urschel, 60 Jahre
Erwin Wacker, 60 Jahre
Manfred Weinstein, 60 Jahre
Bernhard Braun, 50 Jahre
Eckhard Damm, 50 Jahre
Waltrud Däubler, 50 Jahre
Norbert Duwe, 50 Jahre
Klaus Eckenfels, 50 Jahre
Kurt Gehart, 50 Jahre
Gabriele Glaser, 50 Jahre
Reinhold Holdermann, 50 Jahre
Stephanie Huber, 50 Jahre
Susanne Konrad, 50 Jahre
Erika Mülhöfer, 50 Jahre
Ilse Müller, 50 Jahre
Peter Schwind, 50 Jahre
Karl Sommer, 50 Jahre
Beate Uppenthal, 50 Jahre
Frank Winter, 50 Jahre
Thomas Winter, 50 Jahre
Für die beiden Vorstände war dies mit viel "Lauferei" verbunden, da sie jede Urkunde persönlich und mit herzlichen Glückwünschen überreichten. Mitglieder, die nicht anwesend sein konnten, erhalten Urkunde und Weinpräsent per Post.
Im Anschluss bot sich bei Kaffee und Kuchen reichlich Gelegenheit für angeregte Gespräche. Erinnerungen wie "Weißt du noch …?" oder "Die kenne ich doch …" wurden ausgetauscht. Geschichten von früher, als es noch zwei Milchläden in der Nachbarschaft gab, zu denen man mit der Milchkanne geschickt wurde, oder die Kaufstätte mit ihren besonderen Angeboten kamen auf. "Zweimal im Jahr sind wir nach Mannheim gefahren, um Kleidung zu kaufen", war eine von vielen nostalgischen Anekdoten der Geehrten.
Zum Abschluss entstand ein gemeinsames Gruppenbild. Mit den Worten "Wir wünschen allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit, ein gesundes und glückliches neues Jahr und hoffen, dass Sie uns weiterhin treu bleiben", verabschiedeten sich die Vorstände Pastor und Reif.