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Kommentar
von Klaus Stein
Als die ersten Investoren der Speyerer Postgalerie vor mehr als einem Jahrzehnt ihr Konzept für ein Einkaufszentrum vorlegten, gingen sie von einer Verdoppelung des innerstädtischen Umsatzes aus. Das war sehr, um nicht zu sagen zu optimistisch, wie die Erfahrung lehrte.

Solch eine Umsatzsteigerung wäre nur durch einen Verdrängungswettbewerb mit "Absaugen" von Konsumenten aus Nachbarstädten möglich gewesen. Die hatten aber bereits solche Shopping-Center oder bauten sie. Der neue Postgalerie-Investor trägt dem Rechnung.
Von Beginn an krankte die Postgalerie am fehlenden Verkehrskonzept für die Speyerer Innenstadt. Das gilt auch heute noch. Hinzu kommt, dass die Online-Anbieter den Ladengeschäften zunehmend das Wasser abgraben, ein Trend, der anhalten wird.
Das hat auch der Kaufhof mit aller Wucht zu spüren bekommen. Selbst wenn die Speyerer Filiale erst einmal erhalten bleibt, so dürfte dies von Quartal zu Quartal auf den Prüfstand kommen.
Zum Glück hat Speyer mehr zu bieten als eine Einkaufsmeile. Die Domstadt hat eine über 2.000-jährige Historie und einige Pfunde, mit denen sie wuchern kann. Das ist allerdings kein Ruhekissen, auf dem sich die Kommune ausruhen darf. Auch hier muss der öffentliche Raum weiter aufgewertet werden. Ein innerstädtisches Kleinod wie der Königsplatz beispielsweise darf nicht mehr als Abstellplatz für Maschinen missbraucht werden. Mit seiner Umgestaltung würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sowohl die Folgen des Klimawandels abgemildert als auch die Aufenthaltsqualität in Speyer verbessert - zum Nutzen der Innenstadt-Unternehmen.
Ich sage: Keine Flickschusterei mehr bei der Stadtentwicklung sondern schlüssige, zukunftsfähige Gesamtkonzepte, wie sie das "Zukunftsforum Speyer" formuliert hat.

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