von Seán McGinley
Am fünften Kampftag der 1. Judo-Bundesliga Süd kommt es am Samstag im Speyerer Judomaxx zu Spitzenduell der einzigen beiden Mannschaften, die bislang alle Kämpfe gewonnen haben. Ein Duell auf Augenhöhe wird es aber trotzdem nicht, wenn der JSV Speyer den KSV Esslingen empfängt. "Wenn man die Kader anschaut ist ganz klar, dass Esslingen haushoher Favorit ist.
Dementsprechend geht es für uns vor allem darum, den Kampf so lange wie möglich offen zu halten, die Einzelkämpfe so ausgeglichen wie möglichen zu gestalten und es Esslingen so schwer wie möglich zu machen, die Punkte zu holen", erklärt der Speyerer Teamchef Michael Görgen-Sprau. Die "weißen Westen" der beiden Teams sind im Lichte der bisherige Begegnungen sehr unterschiedlich zu bewerten. Esslingen bildet zusammen mit dem TSV Abensberg und dem JC Leipzig ein Spitzentrio das schon in den letzten Jahren regelmäßig die zur Teilnahme an der Finalrunde berechtigenden ersten beiden Plätzen unter sich ausgemacht hat. Während Esslingen in dieser Saison sowohl Abensberg als auch Leipzig bereits geschlagen hat, hat Speyer bislang noch gegen keines der drei Spitzenteams gekämpft. Die dicken Brocken kommen also noch, so dass bei aller Freude über die Maximalausbeute nach drei Saisonkämpfen niemand in Speyer übermütig wird. Zumal die personelle Situation für das Heimteam erstmals in dieser Saison etwas schwierig ist. Mit Felix Bächle, Max Düsterdieck und Pierre Ederer sind drei junge Kämpfer beim U21-Europapokal in Prag. Hinzu kommt, dass Patrick Schmidt erneut verletzt ist und kurzfristig auch Samuel Mendel und Til Braunbach ausfallen. Immerhin steht dem JSV ein Trio von Georgiern zur Verfügung – Dimitri Gochilaidze gewann vergangenes Wochenende Bronze beim Grand Prix in Österreich und ist die Woche über geblieben, um jetzt in Speyer zu kämpfen. Ebenso werden seine beiden Landsleute Tengo Zirakashvili und Irakli Kupatadze dabei sein, und – nach seinem kurzfristigen Ausfall am vergangenen Kampftag – der zweimalige Deutsche Meister Michel Adam. Auf ihren Schultern werden viele Hoffnungen ruhen, um einige Punkte für den JSV zu holen. Gehofft wird beim JSV auch auf eine gute Zuschauerkulisse, trotz des ungünstigen Termins mitten in den Schulferien.